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Artist: koboldmaki
Date: 14.09.2017
Image link: http://www.fotos.sc/image/383909 (I-Frame)
Description: Sie zählen zu den ältesten Tieren der Erdgeschichte und sind noch heute in allen Meeren zu Hause. Quallen sind wahre Lebenskünstler. Durch ihre Anpassungsfähigkeit waren sie in der Lage, 670 Millionen Jahre der Evolution zu überdauern. Die kleinsten dieser Meeresbewohner haben einen Durchmesser von knapp einem Millimeter, die größten von mehreren Metern. Mehr als 2500 verschiedene Arten sind bekannt.Quallen werden von Biologen dem sogenannten Stamm der Nesseltiere zugeordnet. Auch Polypen und Blumentiere wie die Seeanemonen gehören dazu. Sie alle besitzen Nesselkapseln an ihren Fangarmen (Tentakeln). Bei Berührung schießt ein Gift heraus, das auf der Haut mehr oder minder stark nesselt, ähnlich wie beim Kontakt mit Brennnesseln.

Man unterscheidet zwei große Gruppen von Quallen: die harmlosen Scheiben- oder Schirmquallen und die gefährlich giftigen, vierkantigen Würfelquallen. Außerdem gibt es noch die nicht echten Quallen wie die Rippenqualle. Ihr fehlen die Nesselkapseln und das macht sie untypisch.

Wissenschaftler bezeichnen die transparenten Schönheiten als Plankton, weil sie, trotz Schwimmbewegungen, eher durch die Strömung getrieben werden. Kugelig, würfelförmig, schirmartig und in unterschiedlicher Färbung bevölkern sie die Ozeane.

Ihre Gemeinsamkeit: Sie bestehen zu fast 99 Prozent aus Wasser. Ihr Körper ist ein Gebilde aus nur zwei hauchdünnen Zellschichten, einer inneren und einer äußeren. Dazwischen liegt eine Gallertmasse als Stützschicht, die gleichzeitig Sauerstoffreservoir ist: Darüber versorgt die Qualle ihren Körper mit Sauerstoff.

Der Hohlraum an der inneren Zellschicht ist der Magenraum. Hat sich die Qualle eine Plankton- oder Fischmahlzeit mit ihren Fangarmen erobert, übernehmen spezielle Zellen dieser inneren Zellschicht den Verdauungsprozess. Damit die Verdauungssäfte nicht vom Meerwasser weggespült werden, gilt das Prinzip, "engsten Kontakt mit dem Opfer halten".

Der Mageninhalt muss eng an den Verdauungszellen anliegen. Auf diese Weise wird er allmählich zur Zellwand hin verdaut. Von dort gibt es ein Kanalsystem in der Zellschicht, das sternförmig über den Körper bis zum Rand führt. Es versorgt die Qualle mit allen Nährstoffen und entsorgt alles Unverdauliche.Quallen haben ein Nervensystem, sie haben Sinnesorgane, aber kein Gehirn. Trotzdem können sie Beute jagen, auf Feinde reagieren und Geschlechtspartner erkennen. Möglich machen das spezielle Sinneszellen in der äußeren Zellschicht. Damit können sie Licht und Schwere wahrnehmen. Durch das Spüren der Erdanziehungskraft unterscheiden sie oben von unten.

Ein Gehirn, das die Wahrnehmung verarbeitet und dann zum Beispiel den Befehl "Beute fangen" an die Fangarme weitergibt, hat die Qualle nicht. Dass sie trotzdem blitzschnell reagieren kann, erklären Quallenforscher so: Der Reiz einer bestimmten Wahrnehmung setzt automatisch eine Reaktion in Gang und diese eine zweite, eine dritte und so weiter. Ein festgelegter Ablauf, der durch das Nervensystem gesteuert wird.

Geht im Quallenleben mal etwas schief, verliert sie einen Fangarm, einen Teil vom Schirm – kein Problem: Sie besitzt nämlich überall "Super-Zellen". Nur diese sind in der Lage, je nach Bedarf, den gewünschten Körperteil nachzubilden. Das macht sie folgendermaßen: Zuerst bildet sich die Zelle in ein embryonales Stadium zurück, um sich anschließend in einen neuen Zelltyp zu verwandeln. Unsterblich sind Quallen aber dennoch nicht. Haben sie erfolgreich für Nachkommen gesorgt, ist ihr Lebenszyklus meistens abgeschlossen. Tentakel und Sinnesorgane bilden sich zurück und lösen sich auf. Übrig bleibt eine ungiftige Gallertscheibe, ein Leckerbissen für Fische.Das sieht dann so aus: Nähern sich zwei Quallen unterschiedlichen Geschlechts, platzen die weiblichen Eizellen und die männlichen Samenzellen aus der Innenhaut des Magenraumes heraus und treffen sich im Meer.

Noch einfacher geht es bei zweigeschlechtlichen Quallen zu. Sie verzichten auf einen Partner, weil sie sich selbst befruchten: Zuerst bilden sie die männlichen Samen und dann die weiblichen Eizellen.

Aus den befruchteten Eiern schlüpfen schon bald winzige Larven. Sie suchen sich ein Gebiet, wo sie sesshaft werden können, heften sich an und wachsen zu festsitzenden Polypen heran. Sind sie groß genug, bildet sich seitlich ein blasenartiges Gebilde mit einer inneren und einer äußeren Haut. Eine Art Miniqualle entsteht. Schon bald löst sie sich vom Polypen ab, um als "Freischwimmerin" weiterzuleben, während der Polyp sitzen bleibt.

Die Metamorphose, das heißt die Verwandlung vom Polypen zur Qualle, gilt bei den Biologen als besonders charakteristische Fortpflanzungsart. Es gibt aber auch Ausnahmen: So stoßen manche Quallen einfach Körperteile ab, aus denen sich dann per Regeneration neue Tiere entwickeln.

Andere, wie die Hochseequalle, umgehen das Polypenstadium. Sie vermehrt sich direkt im Meer. Ebenso die Tiefseequalle, die bis zu einer Tiefe von 6000 Metern zu Hause ist.
Lebensräume der phantastischen Wesen
Eine Qualle, die wie eine gläserne Glocke aus zartem transparentem Glas schwebt, hell, sternförmig durchädert mit hauchdünnen Tentakeln.

Eine Ohrenqualle

Quallen beherrschen fast alle Ozeane. Dabei haben Biologen festgestellt, dass die Artenvielfalt abnimmt, je kälter die Zonen sind. Nur die Ohrenqualle lebt in allen Weltmeeren zwischen dem 70. nördlichen bis zum 40. südlichen Breitengrad.
Made in: Deutschland
Exif-Data: Show
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Comments:

Volker Erdmann
09.14.2017 11:35
 

Sieht gigantisch aus. VG Volker
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Klaus-Peter Dittmar
09.17.2017 20:01
 

Sie sehen immer sehr schön aus, aber begegnen möchte ich ihnen nicht, VG Claus-Peter
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