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Sport, Berlin, Rollstuhl
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Artist: Mekongdelta
Date: 15.11.2008
Image link: http://www.fotos.sc/image/182382 (I-Frame)
Description: 42195 Meter, was für eine Strecke! Der griechische Bote Pheidippides, der 490 v. Chr. von Athen in zwei Tagen nach Sparta lief, um Hilfe im Krieg gegen die Perser zu suchen, konnte im Traum nicht ahnen, was sein Lauf einmal auslösen würde. Zunächst mal wurde er und seine Verzweiflungstat zum unfreiwilligen Heldepos erklärt. Denn 500 Jahre danach formten Plutarch und Lukian von Samosata unter Berufung auf Herakleides Pontikos eine Legende, der zufolge ein Läufer sich nach dem Sieg der Athener in der Schlacht von Marathon auf den knapp 40 Kilometer langen Weg nach Athen gemacht habe und dort nach der Verkündung seiner Botschaft „Freut Euch, wir haben gesiegt“ tot zusammengebrochen sei.
Längst ist der Marathonlauf zum Vergnügen für Läufer und Zuschauer geworden. Na vielleicht nicht für alle Läufer, manchmal überlebt der Eine oder Andere den Lauf ja nicht und wenn er in den Lauf nicht mit Suizidgedanken gestartet ist, dann ist ein plötzlicher Tod auf der Strecke nicht unbedingt ein Vergnügen.
Dabei gingen die ersten Läufe der Neuzeit zunächst erstmal nur über 40 km. Wer anders als die Engländer konnte auf die Idee kommen, eine so runde Distanz zu verändern. Bei den Olympischen Sommerspielen 1908 in London betrug die Strecke gemäß einem Vermessungsprotokoll exakt 26 Meilen 385 Yards, was umgerechnet 42,195 km entsprach. Es gibt viele Erklärungen, wie es zu dieser Distanz kam. Das Vermessungsprotokoll gibt Auskunft. Ausgangspunkt der Vermessung war das neu erbaute Olympiastadion im Londoner Stadtteil Shepherd’s Bush. Der Start sollte beim Schloss Windsor erfolgen. Nachdem man 25 Meilen (40,23 km), die bislang übliche Distanz eines Marathonlaufs, ausgemessen hatte, war man noch immer 1 Meile vom Schloss Windsor entfernt. An der Ostterrasse des Schloss Windsors hatte man schließlich 26 Meilen vermessen. Es fehlte aber noch das Stück vom Stadionmesspunkt bis vor die königliche Loge, also mussten noch einmal 385 Yards der Distanz hinzugefügt werden. Aus diesem Grund sollen noch heute angelsächsische Marathonläufer auf dem letzten Kilometer ein God Save the Queen ausstoßen. Wahrscheinlich einer von vielen Mythen, die sich um diesen schier unendlichen Lauf ranken.
Ist der Lauf für den geübten Läufer so ein Kraftakt ohne Gleichen, wie muß es erst für die Teilnehmer im Rollstuhl sein. 42195 Meter immer wieder mit den Händen die Räder drehen. Mein Respekt für diese Leistung. Ich jedenfalls schaffe mit gesunden Beinen nur einen Bruchteil der Strecke.
Made in: Germany
Coypright: 2008 by Dirk Roeske
Exif-Data: Show
Details: Canon Powershot A640
Statistics:
Rating: 2star.gif (Show votings)
Hits: 1687


Comments:

Petra Salberg
11.16.2008 08:34
 

Alle Sportler, die sich in ihrer Disziplin bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit treiben, haben meinen Respekt.
Eine Aussage kräftige Aufnahme der beiden Fahrer.
lg petra
Answer
Michael Milfeit
11.16.2008 17:32
 

Starke und sehr dynamische Aufnahme. Bischen mehr Schärfe auf den Sportlern wäre nicht schlecht.
Gruss Micha
Answer
Volker Erdmann
11.25.2008 13:35
 

Sehr aussagekräftig. M rand der Leistungsfähigkeit. Klasse. !0 Punkte. VG Volker
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